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DMX512
Übersicht - Tipps zum Aufbau von Lichtsteueranlagen






Informationen über: Steuersignale:   Analog, DMX & Co.  
Regeltechnik
Wie in der Rubrik "Lichtsteuerpulte" beschrieben, besteht die Lichtsteuerung aus dem Pult und einem oder mehreren Dimmern.
Die Verbindung beider Einheiten wurde usprünglich in Analogtechnik vorgenommen: Man hatte für jeden Dimmerkreis eine eigene Steuerspannung und demzufolge auch eine eigene Leitung.
Da die Verkabelung bei größeren Anlagen oder mobilen Systemen zu aufwendig war, fasste man die Steuerspannungen der einzelnen Kreise zusammen in ein Signalprotokoll.
Nun war man in der Lage, eine große Anzahl von Dimmern über eine einzige Leitung zu steuern.


Analoge
Steuersignale
Jeder Dimmer bzw. Dimmerkreis benötigt eine eigene Steuerleitung.
Die Steuerspannung verhält sich analog zu dem gewünschten Dimmerausgang.
Dh. Analogspannung 0 V = Dimmerausgang 0 V, Analogspannung 50% = 50% Dimmerausgang, usw.
Je nach Hersteller sind folgende Steuerspannungen bekannt:


0 V ... +10 V   <= Standard
hauptsächlich verwendet zur Steuerung von Relais (Vorhangsteuerung, Motorische Leinwände ...) oder zum Steuern kleiner, stationärer Anlagen (z.B. Saallicht-Steuerung mit Hutschienen-Dimmern.
Ein Vorteil ist, daß mann eine einfache Saallicht-Regelung bauen kann, mit nur einem Potentiometer (ca. 10Kohm)


0 V ... -7,5V (Strand)
(Dieses Signal wir kaum noch verwendet.)


1V ... +10V (Stromsenke)
(elektronische Vorschaltgeräte für dimmbare Leuchtstofflampen.)
Hier stellt der Signal-Empfänger (Dimmer) die Steuerspannung zur Verfügung, die dann von dem Steuergerät mehr oder weniger "heruntergezogen" (kurzgeschlossen) wird und damit den Helligkeitswert ändert.
Dies hat den Vorteil: Ohne Steuergerät hat die Steuerspannung den vollen Wert, die Lampe leuchtet so mit dem max. Wert. Mittels einfachem Schalter oder Potentiometer gegen Masse kann Ruck-Zuck die Lampe(n) geschaltet oder geregelt werden. Das Anfahren über Lichtsteuergerät kann nur in Verbindung mit einer Stromsenke erfolgen.


0 µA ... +370 µA (ADB)
Übertragungen erfolgt mittels Steuerstrom.
Man konnte hierdurch Übertagungsverluste bei großen Leitungslängen kompensieren.
Dieses Signal wir kaum noch verwendet.


Beispiel:
Einzeldimmer
Ansteuerung 0 ... +10V, Belastbarkeiten bis zu 5000W.

Analog-Multiplex
Signal
Die analogen Spannungswerte der einzelnen Kreise werden nacheinander (seriell) gesendet.
So konnten 30, 60 oder mehr Kreise über eine Leitung übertragen werden.
Damit Änderungen schnell genug aktualisiert werden, wird die Signalübertragung ständig wiederholt (vielfach pro Sekunde).
Beim Dimmer wird das Multiplex-Signal wieder in die Einzelwerte zerlegt (Demultiplexer) und jeder Spannungswert wird solange zwischengespeichert, bis die nächste Information eintrifft.
Der Nachteil ist die Störanfälligkeit bzw. die regelmässig erforderliche Nachjustierung der Steuerspannungen.


AMX / S 20 (ADB)
AMX 192
D 54 (Strand)
Diese Signalprotokolle kommen immer seltener zum Einsatz.










Digital-Multiplex
Signal
Die Spannungswerte der Kreise werden in digitale Werte umgewandelt und dann nacheinander (seriell) gesendet.
Damit Änderungen schnell genug aktualisiert werden, wird die Signalübertragung ständig wiederholt (vielfach pro Sekunde).
Beim Dimmer wird das Multiplex-Signal wieder in die Einzelwerte zerlegt (Demultiplexer). Einige Dimmer bereiten das Signal dann wieder analog auf, andere Dimmer sind in der Lage direkt den Digitalwert zu verwenden.
Der Vorteil der volldigitalen Übertragungskette ist, daß es keine Spannungsabweichungen geben kann (Ein Ei gleicht dem anderen) und es sind keinerlei Justierungen erforderlich.


ADB 62.5 (ADB)
Eines der ersten Digitalprotokolle, bis 512 Kreise (das Ur-DMX)

Avab (vom gleichnamigen Hersteller)
bis 250 Kreise

CMX
250 Kreise
Lee Colortran

VMX
250 Kreise

DMX512
Bis 512 Kreise mit jeweils 256 Intensitätswerten.

DMX512 /1990   <= Standard
Das in der Bühnentechnik meistverwendete Protokoll.
Bis 512 Kreise mit jeweils 256 Intensitätswerten.
Es hat nur geringfügige Änderungen zum vorhergehenden DMX-512.
Viele Empfänger (Dimmer) des neueren DMX können auch noch das ältere DMX verarbeiten.


Beispiele:
6-Kanal DMX-Dimmer (Ansteuerung digital DMX-512 /90, innere Signalverarbeitung digital)
Protokollwandler (Umsetzer für verschiedene Datenprotokolle ins DMX bzw. Wandler von oder zu analogen Spannungen)











DMX 512 /1990
Weitere Informationen:

Das DMX512 Signal ist recht leistungsfähig und erlaubt die störungsfreie Übertragung von bis zu 512 Lichtkreisen für Dimmer, Scanner, Motorik und vieles mehr über große Leitungslängen.
An jedem dieser "Empfänger" kann nun die "DMX-Adresse" eingestellt werden, um ihn einem der 512 Lichtkanäle zuzuordnen. Selbstverständlich können auch DMX Kanäle mehrfach vegeben werden: So können über den selben DMX-Kanal auch zwei oder mehr Dimmer gemeinsam angesteuert werden.

Es gibt leider keinerlei Normung zum DMX512 Protokoll.
Die Lobby der Lichtsteuerungs-Hersteller hat sich jedoch auf einen weltweiten Standard geeinigt "USITT", der garantieren soll, daß die Komponenten der verschiedenen Marken auch einwandfrei untereinander kommunizieren können.


Einige Angaben aus diesem Standard:

Es handelt sich um eine RS-485 Schnittstelle.
Das Signal wird symmetrisch übertragen, um etwahige Störungen von außerhalb zu absorbieren.
Die Signalspannung liegt zwischen 2 und 5 Vs.
Es können bis zu 30 Empfänger (Dimmer etc.) an die DMX Steuerung angeschlossen werden.


Die Anschlußbelegung der Steckverbinder:
DMX Anschluß Beim XLR-5 Pol Steckverbinder:
Gehäuse
Pin 1
Pin 2
Pin 3
Pin 4
Pin 5
Erde, Schutzleiter - Abschirmung
Elektronik-Masse
Data -
Data +
zur freien Verfügung
zur freien Verfügung
Beim XLR-3 Pol Steckverbinder:
Gehäuse
Pin 1
Pin 2
Pin 3
Erde, Schutzleiter - Abschirmung
Elektronik-Masse
Data -
Data +
Das Kabel:
Bitte verwenden Sie nur abgeschirmte Datenkabel mit 2 verdrillten Aderpaaren 0,34mm² oder 0,5mm² Querschnitt, 120 Ohm und niedriger Kapazität. Keine NF- oder Mikrofon-Kabel !

Das Leitungsnetz:
Elektr. Leitungen haben die Eigenschaft, daß Sie bei schnellen Signalen beginnen, durch ihre Induktivität, selbsttätig Schwingungen zu produzieren und damit das Datensignal zu stören.
Hier deshalb einige Punkte die bei dem Anschluß mehrerer Dimmer / Datenempfänger beachtet werden müssen.
Die Verbindung darf nicht sternförmig oder ringförmig sein, sondern es muss eine Linie sein, die am Leitungsende "abgeschlossen" wird.
Daher wird die Lichtsteuerung mit dem ersten Dimmer verbunden. Die "DMX Thru" Buchse des Dimmers wird mit dem 2. Dimmer verbunden. Und so immer weiter zu Scannern oder anderen Dimmern immer hintereinander.
Der letzte DMX-Emfänger in der Linie wird nun niederohmig abgeschlossen. Dazu wird ein 120 Ohm-Widerstand zwischen Data+ und Data- eines XLR Steckers gelötet und dieser Stecker in die "DMX Thru" Buchse des letzten Dimmers gesteckt.

Sollte es bei größeren Anlagen erforderlich sein, mehrere DMX Leitungen zu haben, oder mehr als 30 Empfänger anzuschließen, so müssen Daten-Booster oder Splitter eingesetzt werden.

Beispiele:

DMX Leitungsführung

DMX Leitungsführung

DMX Leitungsführung


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